Am Bauch abnehmen

Umfragen zufolge will ein Drittel der Deutschen am Bauch abnehmen und noch mehr zum Jahreswechsel. Besonders, wenn der Sommer vor der Tür steht. Ein Sixpack ist nicht unbedingt nötig. Hauptsache das Bauchfett ist weg. Etliche Übungen werden abgeleistet, die aber leider nicht viel bringen. Verzweiflungen und Fragen kommen auf, warum sich da nichts tut. Auf der anderen Seite wird ständig die Wampe eingezogen, da schon aufgegeben oder erst gar nicht versucht wurde, was dagegen zu machen.

Es mag zwar für viele schwer sein, unmöglich jedoch nicht. Doch genau genommen ist es ziemlich einfach. Man muss nur wissen, wie es funktioniert.


Ist Bauchfett gefährlich?

Den meisten reicht ein möglichst flacher und straffer Bauch. Und das nicht der Gesundheit, sondern oftmals der Schönheit wegen. Was viele aber nicht wissen – ab einem bestimmten Bauchumfang kann er gesundheitsschädlich werden. Er steigert unter anderem die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Sogar das Krebsrisiko kann durch ein Übermaß erhöht werden.

Es wird zwischen zwei Fettspeicher unterschieden:

  1. Die Fettpolster an den Beinen, Armen, Po und der Hüfte zählen zum sogenannten Unterhautfettgewebe.
  2. Das innere Bauchfett, das die inneren Organe umhüllt.

Das Unterhautfettgewebe ist im Gegensatz zum inneren Bauchfett verhältnismäßig harmlos und somit eher ein optisches Problem. Der dicke Bauch, der zum größten Teil aus dem inneren Bauchfett besteht, wirkt sich nicht nur negativ auf die Gesundheit aus, sondern produziert auch Hormone, die das Hungergefühl steigern lässt, obwohl der Körper genügend Energiereserven hat. Man frisst sich also eine noch größere Plauze an, ohne es wirklich zu wissen. Somit ist Vorsicht geboten. Diejenigen, die ihr überschüssiges Fett verlieren, kommt es demnach nicht nur des optischen Aspektes, sondern auch der Gesundheit zugute.


Wie bekommt man einen flachen und straffen Bauch?

Mit Diäten kommt man mehr oder weniger diesem gewünschten Ziel näher. Allerdings behält man das Ergebnis auch nur, wenn man nach der Diät nicht wieder in das alte Essverhalten verfällt. Man überlebt eine Diät, nimmt ab und fängt wieder sofort an, jenes zu essen, was man sonst vor der Diät zu sich genommen hat. Nun bringt man noch mehr auf die Waage als vor der Diät. Am Ende stellt man sich die Frage, wieso man wieder zugenommen hat. Man hat die Diät doch erfolgreich abgeschlossen oder in vielen Fällen auch „durchgehungert“. Woran liegt es nun? Im schlimmsten Fall wiederholt man dies mehrere Male hintereinander in der Hoffnung, dass sich dieses Mal etwas zum eigenen Gunsten ändert.

Dieser Effekt wird als der gefürchtete Jojo-Effekt beschrieben. Das Körpergewicht geht runter, dann wieder hoch. Wie ein Jojo. Um dies zu verhindern, darf man das Hungern ruhig weglassen. Der Körper schaltet den Stoffwechsel auf Sparflamme, wenn er das Gefühl hat, er bekomme nichts mehr zu essen. Sobald dieser wieder an Nahrung kommt, speichert er jede überzählige Kalorie als Fettreserve für kommende Notzeiten.

Um seinen Bauchspeck dauerhaft zu verlieren, sollte man unter Umständen andere Vorgehensweisen in Erwägung ziehen. Im Grunde genommen ist es ziemlich einfach: Man muss nur mehr Kalorien verbrennen, als man dem Körper zuführt. Dadurch reduziert man seinen Körperfettanteil und somit auch sein Bauchfett.

All die unzähligen und mühevollen Bauchübungen, die stundenlangen Cardio-Einheiten, werden leider nichts bringen, wenn die Kalorienaufnahme höher ist, als die Kalorien, die man am Tag verbrennt. Worauf es wirklich ankommt, ist und bleibt zum Großteil die Ernährung. Mit der Ernährung reguliert man sozusagen das Körperfett. Zudem kann zusätzlich Sport bzw. Bewegung nicht schaden. Somit wird der Stoffwechsel angeregt. Für den Anfang sind lange Spaziergänge oder leichtes Joggen nicht verkehrt. Krafttraining wird auch empfohlen. Anfänger sollten es jedoch langsam angehen und einen kompetenten Trainer dazu holen, falls nötig.

Also nicht von den Medien in die Irre führen lassen, dass man stundenlang Crunches und Sit-Ups machen muss, um einen flachen und straffen Bauch zu erreichen. Der Fokus sollte primär auf die Ernährung gelegt werden.


Ist es möglich, gezielt am Bauch abzunehmen?

Man hat leider weder Einfluss darauf, wo der Körper das Fett speichert und umgekehrt genauso, noch wo das Fett verbrannt wird. Es ist einer von vielen Mythen, dass man gezielt am Bauch, Armen, Hüfte, Beinen oder am Po abnehmen kann. Wo man letztendlich am Körper abnimmt, kann man nicht steuern. Das ist von Typ zu Typ verschieden. Viele Leute nehmen an, dass je mehr Bauchübungen sie machen, desto schneller verbrennen sie das Bauchfett. Leider entspricht dies nicht der Realität.

So ist das auch mit dem Sixpack Mythos. Um an einen ästhetischen Sixpack zu kommen, sind keine langen und anstrengenden Übungen notwendig. Jeder von uns hat einen, welcher nur unter der Fettschicht versteckt ist. Natürlich ist der Sixpack bei jedem unterschiedlich ausgeprägt durch verschiedenster Übungen und Belastungen, aber so lange man diese Fettschicht nicht verliert, wird der Sixpack auch nicht zum Vorschein kommen.

Natürlich ist nichts verkehrt daran, seine Bauchmuskulatur zu stärken, denn diese bilden mit der Hüft-, Becken-, und der unteren Rücken- die Core Muskulatur. Diese sorgt unter anderem für Stabilität, Kraft und Bewegung. Auch für unsere Körperhaltung und Koordination ist sie verantwortlich. Aber, wenn es primär darum geht, sein Körperfettanteil zu reduzieren, spielt die Ernährung eine größere und wichtigere Rolle.